Am Jahresübergang blick man gerne zurück – es gab viele Hochs und Tiefs in diesem nun bald vergangenen Jahr – weltweit gesehen und in unserem Land – aber auch im persönlichen Bereich. Vieles hat Anstoss erregt, Ärger gemacht und Kopfschütteln dazu – die Welt scheint immer mal wieder aus den Fugen zu geraten und man wundert sich, wie “das alles” eigentlich weiter gehen soll oder kann.
Vielleicht wäre dies (für mich) ein Vorsatz für das neue Jahr: Nicht immer alles all zu Ernst zu nehmen – viele Dinge erledigen sich oft von alleine oder sind Stürme in den berühmten Wassergläsern, die aber “Dank” unseren Medien von Mäusen zu Elefanten gemacht werden.
Doch ich will nichts versprechen – auch im neuen Jahr wird bestimmt nicht alles rund laufen. Wie sagte doch Robert Lembke: Pessimisten haben den Vorteil, dass sie seltener enttäuscht werden.

Der Scanner wird wohl bald eingeführt werden – zuerst in England, jetzt auch in Holland – und schon dann in ganz Europa – wie immer im totalem Gehorsam und Aktionismus:
Die Niederlande wollen an ihren Flughafen bald alle Reisenden mit Körperscannern kontrollieren. Gleichzeitig fordert die Regierung von der EU die europaweite Zulassung der Scanner.
Da wird es auch nicht lange gehen, bis die Schweiz mitzieht. Obwohl beim versuchten Anschlag auf den US-Airbus ziemlich sicher die bestehenden sogenannten Sicherheitsmassnahmen total versagt haben, werden sofort neue eingeführt – ein Schritt mehr zum Überwachungsstaat – und man hört fast keine Kritik – das grosse Achselzucken geht weiter – so nach dem Motto: Wer fliegt, ist selber schuld. Aber das ist etwas gar einfach.

Wie schon gedacht, es kommt, wie es offenbar kommen muss:
Wäre auf dem Flughafen von Amsterdam, wo Abdulmutallab den Airbus nach Detroit bestieg, ein Bodyscanner zum Einsatz gekommen, hätte man den Sprengsatz am Bein des Terroristen entdeckt, meinen Experten.
Wenn das Wörtchen “wenn” nicht wäre – aber wenn es diesen Scanner gegeben hätte, dann hätte der Attentäter die “Bombe” vielleicht eben anders versteckt.
Wie auch immer, das Ziel dieses ganzen Aktionismus und dieser Show, die meint Sicherheit zu bringen, ist schon lange klar:
Die britische Regierung will die umstrittenen Geräte denn auch «so schnell wie möglich» auf allen Flughäfen installieren, wie Innenminister Alan Johnson am Montag in einem Interview mit der BBC sagte.
Ja endlich ist etwas geschehen, um diese Geräte jetzt sofort einführen zu können. Wie lange werden wir eigentlich noch für dumm verkauft? Wie lange lassen wir uns eigentlich an der Nase herumführen? Die Naiven sagen jetzt natürlich schon wieder, ihnen wäre das egal, sie hätten ja nichts zu verstecken.
Diese und viele in Amerika und England scheinen immer wieder Benjamin Franklin zu vergessen:
Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen,
der wird am Ende beides verlieren.

Nach dem neusten versuchten sogenannten Terroranschlag auf einen US-Airbus werden immer neue Ungereimtheiten veröffentlicht und es wird deutliche, dass nicht die vielen Sicherheitsvorkehrungen versagt haben, sondern schlicht ihre Umsetzung. Vielleicht hatte der “Attentäter” sogar noch Komplizen – da nützen alle Vorkehrungen gegenüber Passagieren natürlich wenig.
Aber was machen die US-Behörden sofort, noch bevor die Vorgänge übehaupt analysiert wurden: Sie verhängen neune sogenannte Sicherheitsvorschriften für die Kontrolle der Passagieren, die teilweise mehr als absurd sind und die ganze Verlogenheit immer mehr sichtbar machen: Was z.B. hat das Abschalten des Unterhaltungssystems 1 Stunde vor der Landung mit Sicherheit zu tun? Sogar der Weltverband der Piloten hat den erneuten Aktionismus für mehr Sicherheit kritisiert. Langsam aber sicher wird es allen deutlich: Es geht schon lange nicht mehr um Sicherheit – aktuell geht es wohl vielmehr darum, den überall umstrittenten sogenannten Nacktscanner flächendeckend möglichst schnell einzuführen zu können – Genf und Zürich werden da wohl sehr bald – wieder einmal mehr – gehorsamst sofort kooperieren.

Ich habe es gewagt und das Upgrade auf die neuste Version 2.9 eingespielt. Vorher habe ich, wie man das ja eigentlich sollte, die Daten vom Server extern gespeichert und auch von der Datenbank eine Kopie gezogen. Erst dann habe ich die neuen Dateien per FTP hochgeladen. So wie es aussieht, sind keine Probleme aufgetaucht – das Layout scheint auch mit der neuen Version kompatibel zu sein und ob alle Plugins noch das tun, was sie sollten, wird sich bald weisen.
Kurz vor dem Speichern dieses Artikels habe ich tatsächlich ein Problem entdeckt: Irgendwie ist etwas mit der Tag-Funktion nicht richtig – neue Tags kann man nicht setzten und die Liste der bisherigen wird nicht dargestellt. Ich muss da wohl auf die Suche gehen, wo das Problem liegt.
Update: Wahrscheinlich lag es an der Sprachdatei. Ich wollte meine alte behalten, weil ich da verschiedene Änderungen gemacht hatte. Die scheint nun mit der Version 2.9 nicht mehr kompatibel zu sein. Jetzt habe ich die zum Upgrade passende Sprachdatei aktiviert und das geschilderte Problem ist weg.

Ich habe auf einem Blog (ich schreibe jetzt nicht, auf welchem) einen Kommentar hinterlassen (was ich öfters Mal tue) – nichts anderes also, zu was man als Leser von Blogs ja eigentlich eingeladen wird – habe ich jedenfalls bisher gemeint. Aber ganz offensichtlich hat mein Kommentar nicht gepasst. Kurze Zeit später habe ich ein Email bekommen mit folgendem Inhalt (normalerweise zitiere ich nicht aus Emails, da es hier ohne Angabe von Name und Adresse geschieht, sehe ich eigentlich kein Problem):
du hast auf meiner seite kommentiert
lass das lieber bleiben
wenn du nicht weisst
worum es geht
so ein scheiss
Tja, ganz offensichtlich hat mein Kommentar nicht ins Konzept gepasst. Aber statt einer einigermassen vernünftige Erklärung, warum der Kommentar nicht passen soll, bekommt man eine Beleidigung. Und es wäre ja am Autor / an der Autorin gewesen, den Beitrag so zu formulieren, damit der Leser weiss, warum es geht. Der gemachte Vorwurf kann man also getrost zurück geben.

Man mag – wie ich auch – mit der SVP durchaus nichts am Hut haben – auch die Vorstössen der Nationalrätin Hutter waren nicht nachvollziebar. Aber das gibt den Medien sicher keine Berechtigung, solchen Stuss zu schreiben:
SVP pur – Hutter wird Heimchen
Die St. Galler SVP-Nationalrätin Jasmin Hutter hat am Dienstag ihr erstes Kind zur Welt gebracht. Wie sie angekündigt hatte, tritt die 31-Jährige jetzt aus dem Nationalrat zurück.
Was soll diese abwertende und beleidigende Art und Weise der Überschrift? Ist Beleidigung die neuste mediale Masche?
Sie sagte denn auch immer deutlich, ein Nationalratsmandant und ein Kind seien für sie nicht vereinbar. Ihr Rücktritt per Ende 2009 ist nun die konsequente Umsetzung ihrer Voten und ihrer Ankündigung.
Wort und Tat stimmen hier immerhin überein – das kann man von anderen Parlamentariern wohl nicht immer behaupten – auch ausserhalb der SVP.
“Quelle“

Nicht nur die Banken, offenbar haben jetzt auch die Pharmafirmen endgültig den Boden unter den Füssen verloren und sind vom Grössenwahn umzingelt:
Roche plant als Ersatz für ein vor einem Jahr schubladisiertes Projekt erneut einen Büroturm. Dieser soll mit 175 Metern das höchste Gebäude der Schweiz werden. Der Pharmakonzern rechnet mit Investitionen von über einer halben Milliarde Franken.
Wie wir ja alle wissen und am eigenen Portemonnaie spüren, sind bei und die Medikamente im Vergleich mit dem übrigen Europa völlig überteuert. Sogar die Generika, die eigentlich “erfunden” wurden, um die Medikamentenpreise zu senken, sind bei uns viel teurer als im Ausland. Die Konsumenten, die Medikamente brauchen müssen, zahlen den Pharmafirmen also Unsummen. Und die wissen nun offenbar nichts Gescheiteres zu tun, als einen Prestige- und Prunkbau aufzustellen. Eine Bürohaus für über 500 Millionen Franken – das ist doch einfach absurd.

Die Welt scheint immer verrückter zu werden – oder geht es einfach wieder einmal nur darum, in den Medien zitiert zu werden? Will man um jeden Preis auffallen?
In einem Online-Game wird man als Behinderter von Finn durch den Bärenpark gejagt. Die Entwickler wollten wissen, ob Schweizer mehr für Tiere oder Behinderte spenden.
Ach du meine Güte – nach dem Minarett-Versenk-Spiel jetzt noch dieses. Ja bestimmt, auf so etwas hat man ganz bestimmt gewartet. Meine Frage gilt Ernst: Wie verrückt muss oder darf die Welt eigentlich noch werden? Ich hoffe doch sehr, dass wirklich niemand diesen Stuss runterlädt.

Der Bundesrat hält also nichts davon, für den Unterhalt des SBB-Netzes Geld zur Verfügung zu stellen:
Ein zusätzliche Milliarde forderten die SBB vom Bundesrat um die höhere Netzbelastung zu bewältigen und um Sicherheitsauflagen zu erfüllen. Doch die Forderung verhallte im Bundesrats ungehört.
Ja klar – da wird jahrelang den Leuten empfohlen, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen – und dann wurden sie auch – eine Erfolgsgeschichte. Aber jetzt wird der Geldhahn für den Unterhalt vom Bundesrat zugedreht. Toll – aber ein Beispiel mehr, das zeigt, in welch abstrusen Welt wir eigentlich leben. Die Politik hat sich offenbar zum Ziel gesetzt, fast alles zu zerstören – nur die eigenen Konti und die Aktionäre dürfen weiterhin Geld einstreichen – und Banker, die ihr Unternehmen fast in den Ruin getrieben haben, bleiben natürlich von der Justiz unbehelligt. Bezogen haben sie Riesengehälter wegen der sogenannten riesigen Verantwortung, die sie zu tragen hätten. Aber eben – wenn sie ein Desaster anrichten – wo bitte ist dann die Verantwortung? Eben, nirgends – alles hohle Worte.
