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SBB wird ausgebremst

Der Bundesrat hält also nichts davon, für den Unterhalt des SBB-Netzes Geld zur Verfügung zu stellen:

Ein zusätzliche Milliarde forderten die SBB vom Bundesrat um die höhere Netzbelastung zu bewältigen und um Sicherheitsauflagen zu erfüllen. Doch die Forderung verhallte im Bundesrats ungehört.

Ja klar – da wird jahrelang den Leuten empfohlen, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen – und dann wurden sie auch – eine Erfolgsgeschichte. Aber jetzt wird der Geldhahn für den Unterhalt vom Bundesrat zugedreht. Toll – aber ein Beispiel mehr, das zeigt, in welch abstrusen Welt wir eigentlich leben. Die Politik hat sich offenbar zum Ziel gesetzt, fast alles zu zerstören – nur die eigenen Konti und die Aktionäre dürfen weiterhin Geld einstreichen – und Banker, die ihr Unternehmen fast in den Ruin getrieben haben, bleiben natürlich von der Justiz unbehelligt. Bezogen haben sie Riesengehälter wegen der sogenannten riesigen Verantwortung, die sie zu tragen hätten. Aber eben – wenn sie ein Desaster anrichten – wo bitte ist dann die Verantwortung? Eben, nirgends – alles hohle Worte.

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  1. mousseman
    16. Dezember 2009, 23:28 | #1

    Man sollte sich vielleicht mal überlegen, kostendeckendere Preise zu verlangen. 300 Millionen pro Jahr wären mit moderaten Abopreiserhöhungen machbar – 250.- auf’s Halbtax, 700 auf das Voll-GA, 400 auf die GAs, die von einem Voll-GA abhängen. Dann würde auch die Auslastung um einige Prozent sinken, was teilweise nicht unerwünscht ist.

    In Deutschland kostet eine Bahncard 100 2. Klasse 5000.- und trotzdem wird sie gekauft, eine Bahncard 50 kostet 250 Euro.

    Und das mit den Banken – nun ja, Bailouts fördern nur verkrustete Strukturen, ab und zu muss eine grössere Firma, und sei’s eine Bank, hops gehen können. Schreckt ab und stabilisiert das System insgesamt besser als 50 Milliarden Fränkli Bailouts.

  2. admin
    17. Dezember 2009, 07:28 | #2

    @mousseman
    Was heisst schon “kostendeckend”? Die Vorschläge sind nicht “moderat”, sondern extrem – und dannbringen sie erst nur 300 Mio statt einer Milliarde. Der Vergleich mit Deutschland hinkt ebenfalls.

    Es ist einfach bizarr: Eine marode UBS rettet man mit Milliarden – die erfolgreiche SBB lässt man im Regen stehen – aber eben, das ist die typische Politik heute.

  3. 17. Dezember 2009, 07:39 | #3

    @admin
    Manche Dinge werden wir wohl nie verstehen…

  4. admin
    17. Dezember 2009, 07:43 | #4

    @Andreas Hobi
    Ja genau, so kommt es mir auch vor – und irgendwann könnte es ja sein, dass es genug ist mit “nie verstehen können”.

  5. Martin
    22. Dezember 2009, 01:45 | #5

    Die Infrastruktur könnte es ja mal mit produktivitätssteigerungen versuchen. So wie die Lokführer den Mehrverkehr bei stark sinkenden Kosten erbringen

  6. admin
    22. Dezember 2009, 04:41 | #6

    Das verstehe ich jetzt nicht.

  1. 21. Dezember 2009, 15:05 | #1