In den Online-Medien gerade die “schockierende” Meldung gelesen:
SF setzt “Deal or No Deal” ab. Das Spiel ums grosse Geld wird trotz einem Marktanteil von über 30 Prozent im Sommer vom Bildschirm verschwinden.
Dazu kann ich nur sagen: Na endlich – und ich kann mir auch nicht erklären, warum da ein “Marktanteil von über 30 Prozent” vorhanden war – wer schaut sowas?

Unterdessen hat sich der Medien-Hype über das neue Spielzeug iPad etwas gelegt – mit grosser Verspätung kommt jetzt hier auch noch ein Kommentar von mir. Zugegeben, bei Apple weiss man offenbar sehr gut, wie man die Medien einspannt und wie man einen solchen Rummel veranstaltet – dieses Register beherrschen sie gut. Und nochmals zugegeben, für mich besteht zwischen der PC- und der Mac-Welt nicht der riesen grosse Unterschied, wie da immer wieder gesagt und geschrieben wird.
Was aber nun dieses neue Dings iPad angeht: Ich kann mir nicht vorstellen, zu was sowas nützlich sein soll. Es ist ja viel zu unhandlich – viel zu gross, um in eine Tasche zu stecken. Und ob es wirklich ein neues und also zusätzliches elektronisches Gerät braucht, um Bilder und Videos anzusehen – ich denke kaum. Ich frage mich auch, wie man auf einem Bildschirm nur einigermassen bequem schreiben kann – für ein paar Wörter reicht das vielleicht, aber sicher nicht für die Eingabe von einer Zeile. Und dann fehlen dem Dings – wie gestern ja vielen Orten zu lesen war – verschiedene wichtige Dinge, um als Multimedia-Gerät dienen zu könnnen. Nein, das wird meiner Meinung nach nichts – ausser die Werber bringen es fertig, den Technofreaks Glauben zu machen, der iPad sei ein “must have”. Solche Dinge besitzt man heute offenbar, um “cool” zu sein, aber nicht, um sie wirklich brauchen zu können. Bei mir werden die Werber die Zähne ausbeissen.

Die sogenannten Sicherheitsmassnahmen auf den Flughäfen werden zunehmend von Paranoia bestimmt – die folgende Kurzmeldung lässt aufhorchen:
Nacktscanner können alles zeigen – ausser Sprengstoff: In bestimmten Fällen bleiben Explosivstoffe unentdeckt. Eine weitere Schwachstelle könnte bedeuten, dass man am Flughafen bald den Mund aufmachen muss wie beim Zahnarzt.
Wie nicht anders zu erwarten war, die Nacktscanner tun also längst nicht das, zu was sie eingeführt werden sollen: Sie entdecken allfällig mitgeführten Sprengstoff nicht zuverlässig. Wie wurde die Einführung doch begründet: Zusätzlich Sicherheit – also stimmt das einfach nicht.
Die nächste Zumutung aber kommt auch schon: Nächstens sollen die sogenannten Sicherheitsleute uns also in den Mund schauen. Ich frage mich schon länger aber immer mehr: Wie lange lassen wir (die Passagiere) uns diese Zumutungen eigentlich noch gefallen. Irgend einmal muss doch Schluss sein.

Der Normalbürger darf wieder einmal mehr den Medien entnehmen, dass die Bankenwelt ganz offensichtlich unbelehrbar ist. Die UBS, die vor noch nicht all zu langer Zeit vom Staat gestützt werden musste, um nicht völlig abzustürzen, hat keinen Gewinn gemacht – wie sollte sie auch. Aber auch ohne Gewinn zahlt sie offenbar 4 Milliarden an Boni aus. Ein “Bonus” ist doch nach dem Wortverständnis eben eine zusätzliche Entschädigung in der Zeit, wo gute Geschäfte gemacht wurden – das kann man aber doch jetzt nicht sagen.
Auch wird wieder die Geschichte aufgetischt, man müsse diese Boni zahlen, um die Mitarbeiter halten zu können. Aber hallo: Wo bekommt man einen Bonus, wenn eben nicht gut gearbeitet wurde? Und noch etwas krasser gesagt: Wie gut sind denn die Mitarbeiter, die die Bank so an den Rand der Katastrophe geführt haben?
Ich möchte wirklich einmal eine Erklärung für dieses unbelehrbare Verhalten lesen, die nachvollziehbar und verstehbar ist. Aber auch dazu scheint man nicht fähig zu sein. Es ist schlicht ärgerlich – das Image der Banker und der Bankenwelt leidet so immer mehr – aber offenbar ist auch das egal – irgendwie hat man da den Bezug zur Realität völlig verloren – bei einem Menschen würde man dringend psychiatrische oder mindestens psychologische Fachberatung empfehlen.

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Bei einer solchen schrecklichen Meldung und all den weiteren, die wir bisher aus Haiti erhalten haben, treten unsere Nörgeleien und Problemchen völlig in den Hintergrund – einfach nur schlimm – macht einem sprachlos.

Jetzt werden wohl auf allen (?) Flughäfen die neuen und umstrittenen sogenannten Nacktscanner doch einfach eingeführt werden. Es gäbe aber eigentlich vor der Einführung noch so viele Fragen, aber zum Thema “Sicherheit” gibts heute selten Überlegungen, da wird fast immer im Reflex gehandelt.
Mich würde nämlich zum Beispiel interessieren:
- Hat man schon getestet, ob der Sprengstoff, der da bei diesem US-Airbusflug an Bord geschmuggelt wurde, von einem solchen Scanner auch wirklich erkannt wird? Ich habe gelesen, dass der Sprengstoff nicht erkannt worden wäre…
- Wie (genau) hat man diesen Passagier Abdulmutallab kontrolliert?
- Hat Amsterdam nicht schon Nacktscanner? Wurde Abdulmutallab damit kontrolliert? Wenn ja, dann siehe Punkt 1.
- Was ist die Strahlenbelastung von einem solchen Scanner?
- Was sind die Auswirkungen auf Kinder, schwangere Frauen?
- Was ist mit den Vielfliegern?
- Was ist mit den Bildern? Werden die umgehend gelöscht oder doch aufbewahrt?
Aber eben, man wird bestimmt keine Antworten erhalten – das Vorgehen im Bereich der sogenannten Sicherheit ist seit 9/11 völlig irrational geworden. Eine neue Massnahme muss nur das Etikett “erhöhte Sicherheit” tragen, dann wird sie durchgewunken, ohne dass weitere Fragen gestellt werden (dürfen). So irrational ist unsere Welt geworden. Aber es scheint, dass sich darüber (fast) niemand mehr wundert und ganz selten ist Kritik zu hören.

Vor ein paar Tagen erschien ein weiteres Update für WordPress, Version 2.9.1. Das habe ich nun auch auf den Server überspielt. So werde ich bald wieder Beiträge schreiben – die Pause ist schon bald vorbei.

Ich darf doch hoffen, dass alle meine Leserinnen und Leser gut angekommen im neuen Jahr 2010 angekommen sind. Ich habe mir heute einen (fast) medienfreien Tag gegönnt – vielleicht sollte ich das viel öfters tun – man hat dann viel weniger Anlass, erstaunt die Augen reiben und sich fragen zu müssen, in was für einer Zeit wir eigentlich leben. Vielleicht sollte man hin und wieder immer einmal weghören und wegsehen – obwohl das im Grunde genommen auch keine grundsätzliche Haltung sein kann. Zu viel geschieht eben gerade, weil zu viele wegsehen und weghören. Aber es geht auch hier wahrscheinlich um die Balance – den “goldenen Weg dazwischen”. Ok, wollen wir versuchen, den Weg “dazwischen” zu finden – ein ganz neues Jahr liegt vor uns.
