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Archiv für Juni, 2010

Chip soll Bahnbillett ersetzen

28. Juni 2010 2 Kommentare

Künftig steigt man mit einem Chip in den Zug ein – und bezahlt die gefahrenen Strecken später: Diese Vision hat das Technologieunternehmen Siemens. Die SBB könnten mit dem Projekt «Fast Track» Millionen Franken einsparen.

via tagesanzeiger.ch

Auch wenn in diesem Artikel gesagt wird, der Datenschutz sei bei dieser technischen Lösung kein Problem, so einfach ist das kaum. Ich möchte jedenfalls nicht, dass meine Daten gespeichert werden, wie oft ich wann und wohin fahre. Nun gut, man wird das Verharmloser-Argument wieder zu hören bekommen: “Wer nichts zu verbergen hat, dem sind diese Daten egal.” Ich habe zwar nichts zu verbergen (ausser dass ich hier anonym schreibe), aber ich will trotzdem nicht, dass meine ÖV-Daten gespeichert werden. Punkt. Ich werde weiterhin mein Billett am Automaten lösen wollen – dass die SBB weiss, dass ich ein Halbtax-Abo habe, soll als Daten genügen.

Der Artikel erwähnt zwar, dass die SBB ein solches System schon einmal einführen wollte, dass es aber verworfen wurde, weil die Investitionen zu gross geworden wären. Aber dass auch damals schon grosse Bedenken zum Datenschutz gemacht wurden und man auch aus diesem Grund auf das Projekt verzichten musste, kann man eigenartigerweise nicht lesen.

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Jekami Autobahn

27. Juni 2010 Keine Kommentare

Ich war in den letzten Tagen mit oft dem Auto unterwegs und bin ziemlich viele Kilometer Autobahn gefahren. Offenbar sind die Regeln, wie auf Autobahnen zu fahren wäre, stillschweigend abgeschafft oder geändert worden, ohne dass ich das mitbekommen habe.

Die Geschwindigkeit ist offenbar beliebig. Ich hatte den Tempomaten meines Autos auf 125 km/h am Tacho (121 km/h am GPS) eingestellt und war also mit sehr konstanter Geschwindigkeit unterwegs. Nur wurde ich da ständig überholt – nicht nur schleichend langsam, sondern oft mit sehr grossen Geschwindigkeitsdifferenzen. Offenbar gelten die 120 km/h auf der Autobahn nicht mehr. Einer hat es dann bei der fixen Radarstelle erwischt, es hat geblitzt wie verrückt. War offenbar einer, der diesen Radar nicht gekannt hat und darum nicht noch schnell auf die Bremse trat. Mehrfach, als ich mit meiner konstanten Geschwindigkeit am Überholen war, kamen von hinten welche, die meinten, ich würde Platz machen, weil sie ihre Lichthupe betätigten.

Aber auch andere Regeln scheinen nicht mehr beachtet zu werden. Der Blinker wird bei Spurwechsel kaum noch betätigt, da wird im Slalom vorgefahren oder die Ausfahrt benützt, ohne dass dies angezeigt würde. Oder es wird noch kurz vor einer Ausfahrt überholt, aber dann im letzten Augenblick (schon über die weissen Balken) noch schnell in die Ausfahrt gewechselt. Oder man wird mit kleiner Geschwindigkeitsdifferenz überholt. Ganz eng wird dann wieder auf den rechten Streifen eingebogen und das Tempo wird wieder verlangsamt. Da bleibt mir nichts übrig, als wieder zu überholen.

Aber auch auf Hauptstrassen scheinen die Sitten langsam aber sicher zu verwildern – vom Chaos im Kreisel will ich gar nicht schreiben. Nein, ich nerve mich nicht (wäre ja zu schade), stelle einfach nur fest.

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Das hat Autobahn-Raser Hamilton zu befürchten

25. Juni 2010 Keine Kommentare

Nicole Scherzinger und Lewis Hamilton dürften also nochmals davon kommen. Dass ihnen früher oder später dennoch Gerechtigkeit widerfährt, davon ist Thomas Rohrbach überzeugt: «Wer regelmässig zu schnell fährt, bleibt früher oder später in einer Kontrolle hängen und dann werden die beiden gleich behandelt wie Herr und Frau Müller.»

via tagesanzeiger.ch

Da habe ich so meine Zweifel, dass es zu einer Gleichbehandlung kommen würde – Gegenbeispiele, wo Prominente eine durchaus angepasste VIP-Behandlung erfahren haben, gibt es zur Genüge. Ein Beispiel, das nicht all zu weit zurück liegt: Unfall von Sepp Blatter.

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Entscheid zu Kampfjets erst im Herbst

24. Juni 2010 Keine Kommentare

Der Bundesrat hat den Bericht über die Sicherheitspolitik verabschiedet, der die Leitlinien festlegt. Nun befasst sich das Verteidigungsdepartement mit der Konkretisierung. Über die Grösse der Armee und neue Kampfjets entscheidet der Bundesrat im Herbst.

via NZZ Online

Das ist also die politische Taktik – die lange Bank. Hiess es nicht, mal wolle den Entscheid über die Kampfjets fälle, wenn diese Leitlinien vorhanden sind? Jetzt wird die Entscheidung also erneut verschoben. Kleiner Tipp: “Aussitzen” zieht hier aber nicht.

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Server ausgefallen

24. Juni 2010 Keine Kommentare

Unterdessen scheint das Problem beim Hoster behoben zu sein – jedenfalls läuft der Server wieder und www.achwas.me ist auch wieder erreichbar. Vielleicht kommt noch eine nähere Information darüber, was das Problem für den Ausfall war.

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Wie hätte Gaddafi reagiert?

24. Juni 2010 Keine Kommentare

Eine Aktion zur Befreiung der Schweizer Geiseln in Libyen hätte mit Sicherheit eine libysche Reaktion provoziert. Wie die ausgesehen hätte, ist unklar.

Quelle: 20 Minuten Online

Zum Glück gibt es in diesem Jahr in der sogenannten Saure Gurken Zeit so viel Stoff (Lybien, Bundesrat, WM), an dem die Medien weben und stricken können. Da kann man stundenlang werweisen und überlegen, was denn wie hätte sein können oder müssen. Da kann man ellenlang nach Schuldigen und Versagern suchen und die Politiker mischen da noch all zu gerne mit. Vielleicht müsste man auch noch ein paar sogenannte Fachleute angehen, und ihre Weisheiten dazu erfragen. Doch – interessiert das überhaupt jemanden? Mich jedenfalls nicht.

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Die Macht des Monopols

24. Juni 2010 Keine Kommentare

Seit knapp drei Monaten gibt es in der Schweiz nur noch eine Nachrichtenagentur. Zeit für ein erstes Fazit. Es fällt alarmierend aus.
Quelle: 20 Minuten Online

Es ist halt so beim Liberalismus, da kann man mit (viel) Geld auch seine Konkurrenten “wegkaufen”. Solches geschieht in ganz verschiedenen Bereichen. Dass aber eine Monopolstellung im Bereich der Information brandgefährlich ist und so eigentlich nicht gehen dürfte (schon gar nicht in einer Demokratie), hätte man schon früher gewusst. Hoffentlich kommen da bald dringende Korrekturen – die Liberalen werden zwar wieder aufheulen, wenn der Staat eingreifen wird. Hier ist es aber mehr als nötig. Dass aber ausgerechnet der Tages-Anzeiger resp. die TA-Media die grosse Kritikerin ist, die ja selber bald eine Monopolstellung bei den Zeitungen (und Online-Medien) einnimmt, ist irgendwie eigenartig.

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Wir haben es geahnt

23. Juni 2010 Keine Kommentare

Also doch – wir hatten es geahnt – da ging es also nicht mit richtigen Dingen zu und her. Nun wissen wir es.

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Telefonwerbung nervt

23. Juni 2010 Keine Kommentare

Ich muss wieder einmal darüber schreiben: Telefonwerbung. Heute habe ich schon wieder zwei nervende Anrufe bekommen, obwohl bei der Telefonnummer im Telefonbuch und auch auf weisseseiten.ch deutlich ein Stern gedruckt ist (“Wünscht keine Werbung”). Als ich das der Dame am anderen Ende der Werbeleitung gesagt habe, meinte sich frech, das sei nicht ihr Problem, sie hätte kein Telefonbuch, nur Kärtchen und da sei kein Stern zu sehen. Dazu war ihr Anruf auch keine Werbung, wie sie behauptete, sondern es sei “Information”, um Geld sparen zu können – und wer wolle das nicht. Wie immer in so Fällen: Ich sage bestimmt, dass ich kein Interesse habe und verabschiede mich dann. Wenn die andere Seite nicht locker lässt und mich weiter nervt, wiederhole ich meine Verabschiedung und hänge dann das Telefon auf. Nun, soweit ist es eine Weile schon nicht mehr gekommen – nach der zweiten Verabschiedung kommt dann meistens eine plötzlich sehr unfreundlicher Gruss und das Gespräch ist endlich zu Ende. Wie gesagt – es nervt gewaltig!

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Kampagnenjournalismus

23. Juni 2010 Keine Kommentare

Alex Frei spielt in Südafrika weder eine gute noch eine glückliche Rolle. Er schweigt und drückt sich vor der öffentlichen Verantwortung, die er für diese Nationalmannschaft hat.
Quelle: tagesanzeiger.ch

Ach, wenn die Journis nichts mehr zu meckern finden (die Wut auf den Schiri beim Spiel gegen Chile ist offenbar medienmässig schon ausgelutscht) muss unbedingt etwas Neues gefunden werden – ein neuer Sündenbock muss her, auf den man eindreschen kann. Was soll das?

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