Erhebliche Lawinengefahr (Stufe 3)
Die Gefahrenstellen liegen an Steilhängen aller Expositionen. Am Alpennordhang, im Wallis und im Gotthardgebiet liegen sie vor allem oberhalb von etwa 1800 m, in den übrigen Gebieten oberhalb von rund 2000 m. In allen Gebieten dieser Gefahrenstufe sind spontane Lawinen möglich. Diese können vor allem im Wallis, am westlichen Alpennordhang und im Gotthardgebiet mittlere, vereinzelt auch grosse Ausmasse annehmen. Exponierte Teile von Verkehrswegen können weiterhin gefährdet sein. Weiter im Osten sind die spontanen Lawinen eher klein bis mittel. Im Engadin und in den Bündner Südtälern sind kaum spontane Lawinen zu erwarten.
In allen Gebieten dieser Gefahrenstufe können einzelne Wintersportler Lawinen auslösen. Die Situation ist sehr heikel und abseits der gesicherten Pisten ist grosse Erfahrung in der Beurteilung der Lawinengefahr nötig.
via SLF
Vor ein, zwei Wochen hat vor allem die Tourismusbranche laut geklagt, dass der Winter nicht Einzug halten wolle und dass viel zu wenig Schnee liege. Es wurde schon von einem Fehlstart der Wintersaison geschrieben und auch das Weihnachtsgeschäft stand in Gefahr. Die unzähligen Schneekanonen halfen nichts, weil die Temperaturen zu hoch waren. Und jetzt, ein paar Tage später, muss schon wieder auf die Lawinengefahr aufmerksam gemacht und vor Ausflügen “abseits der gesicherten Pisten” gewarnt werden. Tja, so ist das Wetter halt – irgendwie fast schon tröstlich, dass es doch noch Bereiche gibt, wo der Mensch mit seinem ewigen Machertum und dem Irrglauben, alles im Griff zu haben, nichts bewirken kann.

Meine Bank hat mir einen netten Brief geschrieben, dass ich in diesem Jahr maximal 6682.00 Franken in die 3. Säule einzahlen kann. Da fragt man sich halt schon – die riesigen Probleme der Finanzwelt sind ja noch lange nicht vom Tisch. Da fragt man sich also schon, ob eine solche Einzahlung zu verantworten ist und ob man dieses Geld wohl wieder einmal sehen wird – nach der Pensionierung. Ich habe noch Zeit bis zum 18. Dezember – also bis morgen – um mich zu entscheiden.

Während der WEF-Tage müssen wir die Webcams leider aus Sicherheitsgründen ausschalten. Selbstverständlich gehen sie nach dem WEF wieder online. Falls Du nichts verpassen willst, schau doch mal beim Spotterplatz Heligrill in Rümlang oder auf der Zuschauerterrasse E vorbei. ZRH_Media
via Flughafen Zürich | Facebook
Im Namen von Sicherheit kann man natürlich alles tun, auch völlig sinnlose Dinge. Sicherheit kann man nie hinterfragen. Warum das Ausschalten der Webcams etwas mit Sicherheit zu tun haben könnte, wird natürlich nicht erklärt. Ich finde das einfach ziemlich bescheuert – jedenfalls ist es das erste Mal, das während dem WEF auf dem Flughafen in Zürich die Webcams “aus Sicherheitsgründen” ausgeschaltet wurden.

Fast alle wichtigen Schienenwege der Schweiz führen «via Olten». Bahnexperten schlagen eine Alternativroute vor, die mehrere Probleme auf einen Streich lösen würde. Doch Bundesamt und Bundesbahn haben andere Pläne.
via tagesanzeiger.ch
Ja nun, was gilt jetzt? Vor paar Tagen hat doch Bundesrätin Leuthard betont, dass weniger gependelt werden müsste. Darum wolle man das Zugfahren massiv verteuern. Doch beim Bahnverkehr ist es doch sicher gleich, wie beim Strassenverkehr: Wenn die Infrastruktur ausgebaut wird, wird das auch neuen Verkehr generieren – das heisst also, dass bei einer so schnellen Verbindung noch mehr zwischen Bern und Zürich und umgekehrt gependelt wird. Beim Strassenbau wird zwar noch heute verleugnet, dass neue Strassen noch mehr Verkehr bewirkt – doch die Zuwachszahlen sagen ja etwas anderes.
Also einmal mehr: Ganz unterschiedliche Signale aus der Politik.

8300 Heiratswillige strömten über das Wochenende an die Fest- und Hochzeitsmesse in Zürich. Die Paare sind bereit, für den «schönsten Tag im Leben» viel Geld auszugeben.
via tagesanzeiger.ch
Ich habe noch nie begriffen, warum das Hochzeitsfest der “schönste Tag” im Leben sein soll. Daraus ist ja schon die Tendenz gegeben, dass es von der Hochzeit an nur noch bergab gehen kann. Nein, es gibt nach diesem Fest immer wieder “schönste Tage” – sonst wäre die Zukunft als verheiratetes Paar wirklich ziemlich trist. Oder ist das am Ende eine Erklärung, warum sich so viele Paare wieder scheiden lassen. Ich weiss es nicht – ich wäre einfach für eine etwas gewähltere Sprache.

An Bahnhöfen und Flughäfen wimmelt es nur so von Rollkoffern. Ein grosses Ärgernis, findet Tagesanzeiger.ch/Newsnetz-Reporter Reto Hunziker.
via tagesanzeiger.ch
Wir Schweizer und Schweizerinnen müssen schon das glücklichste Volk auf der Welt sein. Wenn wir wirklich keine anderen “Probleme” mehr haben, als was uns da der offenbar stets Gehetzte Hunziker schildert, dann ist ja wirklich alles in Butter. Aber eben, das ist offenbar eine “Tugend” von uns Schweizer und Schweizerinnen – wir können uns über völlige Lappalien ärgern – ärgern offenbar aus Prinzip – nein, glücklich ist das nicht und gesund auch nicht.

«Petrus ist unsere grosse Hoffnung»
Der Schweiz fehlt das Salz. Trottoirs vereisen, Menschen stürzen. Die Schuld dafür wird Jürg Lieberherr von den Rheinsalinen gegeben.
via 20 Minuten Online
Wie gewohnt, es muss natürlich wieder jemand Schuld sein – wie immer. Dass sich die Natur und das Wetter nicht den Menschen anpassen, ist offenbar vergessen gegangen. Der Mensch, der immer wieder irrtümlicherweise meint, alles und jedes im Griff zu haben, meint also einen Schuldigen bezeichnen zu können, wenn sein Wahn, immer und überall ungehindert hinfahren zu können, nicht befriedigt wird – aber bitte subito. Wer im Winter nicht jederzeit mit 120 km/h (oder mehr) auf der Autobahn fahren kann oder in der Stadt nicht sofort alle Strassen und Trottoirs geräumt sind, dann muss ja jemand schuld sein. Manchmal muss man sich über die Einfalt der Menschheit schon “etwas” wundern.

Zudem kritisiert der Swiss-Chef das Vorgehen einiger Flughäfen, welche den Betrieb komplett schliessen. Seit der Vulkanaschekrise sei dies sozusagen ein neuer Trend geworden. «Wer keine Lust hat, genügend Schneeräumungsmaschinen anzuschaffen, macht den Laden bei zu viel Schnee einfach dicht. Das ist doch ein Witz! Mit dieser Einstellung wären die Flughäfen in Skandinavien und Alaska fast immer geschlossen».
via tagesanzeiger.ch
Wieder mal ein typisches Schwarzpeter-Spiel aus Politik und Ökonomie. Wenn das Wetter macht, was es will und der Menschheit demonstriert, dass auch die besten Manager nicht immer alles und jedes im Griff haben können, dann muss natürlich ein Schuldiger her.
Kein Flughafen arbeitet nach dem “Lustprinzip” und kein Flughafen macht “einfach so” dicht – das ist nun wirklich völliger Blödsinn. Mit einer solchen Haltung entfallen die Lande- und anderen Gebühren, die man von den Fluggesellschaften verlangt – und auf diese Einnahmen verzichtet ein Flughafen bestimmt nicht “einfach so”.
Dazu kann kein Flughafen Geräte und Menschen, die sie bedienen, in Reserve haben, um wirklich jede Wettersituation im Griff zu haben – wenn es zu viel Schnee hat, dann hat es zu viel Schnee – Punkt. Und da im Flugwesen ja hoffentlich immer noch gilt, dass die Sicherheit unbestritten an erster Stelle steht (also vor der Ökonomie!), dann muss geschlossen werden, bis auf den Pisten wieder sicher gelandet und gestartet werden kann. Aber eben, heute ist es typisch, einen Sündenbock bezeichnen zu können – aber hier wirkt es mehr als einfach lächerlich.


Esoterik boomt
Heute kurz vor dem Mittag hatte ich Gelegenheit, schnell einmal durch die hier angebotenen TV-Programme zu zappen. Gerade auf 3 verschiedenen Sendern liefen Esoterik-Programme, wo Zuschauer auf sehr teuren Telefonleitungen anrufen und sich von diesen Damen und Herren beraten lassen können.
Was da für ein Schwachfug erzählt wird – einfach unglaublich. Und noch schlimmer – warum lassen sich Menschen so masslos übers Ohr hauen und warum sind die alle bereit, für die paar lapidaren Lebensweisheiten so viel Geld zu bezahlen?
Irgend wann hatte ich gelesen, dass Mike Shiva (oder wie der heisst) – wohl einer der ersten mit diesen Abzocker-Sendungen am Fernsehen war. Unterdessen scheint er auch ein schönes Sümmchen auf der Seite zu haben, ja, sogar ein ganzes Abzocker-Unternehmen hat er offenbar gegründet.
Einmal mehr muss man Einstein recht geben: “Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.”
Das
Universum und die menschliche
Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.

Angriffe mit Lasern auf Piloten nehmen in der Schweiz rasant zu. Wurden dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) im vergangenen Jahr über 40 Fälle gemeldet, so waren es in diesem Jahr bereits 60, wie Bazl-Sprecher Daniel Göring gegenüber dem «Sonntag» sagt. Die Laser-Attacken sind alles andere als harmlos: Drei Piloten der Schweizer Luftwaffe mussten sich nach einem Laser-Angriff mit Augen-Problemen beim Fliegerärztlichen Institut in Behandlung begeben.
via tagesanzeiger.ch
Was sind das eigentlich für bedepperte Zeitgenossen, die offenbar kein sinnloseres Hobby gefunden haben, als Piloten mit ihren Laser-Pointern zu blenden? Was soll das? Was bezwecken solche Idioten? Ist es ein Protest gegen den Fluglärm? Dass sie mit solchen gefährlichen Aktionen Piloten und Anwohner gefährden, kommt denen in ihrer Blödheit offenbar nicht in den Sinn.
